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Weltgebetstag der Frauen

Am 3. März 2017 laden Frauen weltweit zu ökumenischen Gottesdienstfeiern ein. Allein in Deutschland werden hunderttausende Besucherinnen und Besucher erwartet. Präsident Dutertes grausamer „Anti-Drogen-Krieg“ mit über 7. ... Mehr dazu ...

Gottesdienst am Fastnachtssonntag: „Dem Volk aufs Maul geschaut ...“

26. Februar, Steinbach. Luther hat kein Blatt vor den Mund genommen und heftig ausgedrückt, was gesagt werden musste. Am Fastnachtssonntag wird Pfarrer Herbert Lüdtke so predigen, wie Luther der Schnabel gewachsen war. Mehr dazu ...

Johann Sebastian Bach: Cembalokonzerte

Am Sonntag, dem 5. März, findet um 19.30 Uhr in der Erlöserkirche Bad Homburg ein Kammerkonzert mit Cembalokonzerten von Johann Sebastian Bach statt. Es erklingen die Konzerte d-Moll und A-Dur BWV 1052 und 1055 für ein Ce ... Mehr dazu ...

„Nun geh hin und lerne“: Jüdische Lutherlektüren vor der Shoah: Eine tragische Liebesgeschichte

1. März, Bad Homburg. In der Geschichte des modernen Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert spielt die Rezeption der sog. „Budenschriften“ Luthers eine gewichtige Rolle, auch innerhalb der protestantischen Theologie ... Mehr dazu ...

Öffentlichkeitsarbeit in der Gemeinde - Kommunikation planvoll einsetzen

Idstein, 11. März. „Öffentlichkeitsarbeit beginnt mit dem guten Kontakt zur Presse.“ So weit die allgemeine Meinung. Doch ist Öfffentlichkeitsarbeit mehr als Pressearbeit und der regelmäßige Abdruck der Ankündigungen. Sie nutzt unterschiedliche Medien und sollte planvoll in einem Kommunikationsmix eingesetzt werden - denn Öffentlichkeitsarbeit zielt auf Profil- und Vertrauensbildung und nutzt dazu zielgerichtete und langfristige Kommunikation mit verschiedenen Bezugsgruppen.

Propst Oliver Albrecht motiviert Gemeinden, Neues auszuprobieren

„Wir können auch mit weniger Menschen eine tolle Kirche machen“, sagte der Propst für Südnassau, Oliver Albrecht, als er in Wiesbaden am 10. November vor Journalisten auf das zu Ende gehende Kirchenjahr zurückblickte. Pfarrerschaft und Gemeinden will er auch künftig motivieren, sich auf die Kernkompetenz der Kirche zu konzentrieren: Theologie und Glaube.

Dekanats-Synode: Finanzen, Gestalten statt Verwalten und Dekane-Wiederwahl

„Mein persönlicher Wunsch ist eine Kirche mit mehr Inhalten und weniger Verwaltung“, sagte der Präses des Evangelischen Dekanats Hochtaunus, Peter Vollrath-Kühne während der Synode des Dekanats am vergangenen Freitag, den 4. November, in Usingen Eschbach. Am Beifall der 60 Synodalen aus den 31 Gemeinden des Dekanats war deren Zuspruch zu erkennen, und auch Propst Oliver Albrecht stimmte diesem Wunsch zu. Er gab jedoch zu bedenken, wie schwer es sei, das Verhältnis von „Verwalten und Gestalten“ gut zu bewältigen.

Reformationsjubiläum 2017: evangelisch, vielfältig und vital ins 500. Jahr

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) begeht das bevorstehende Jubiläum zu 500 Jahren Reformation 2017 mit Hunderten von Veranstaltungen im gesamten Gebiet und darüber hinaus. Dazu gehören festliche Gottesdienste und Musikaufführungen ebenso wie Stadtfeste, Ausstellungen und neue Buchprojekte. Daneben wird die mobile LichtKirche aus Hessen-Nassau einen ganzen Sommer lang in Wittenberg auf der Weltausstellung der Reformation gemeinsam mit einem Segens-Roboter zu sehen sein. Auch macht ein „Reformations-Truck“ auf einer europaweiten Tournee im Kirchengebiet Halt. Zudem wird der Lutherweg von Worms aus quer durch Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen ausgebaut. Schließlich planen die Protestanten in Mainz einen besonderen Coup. Auf dem Rosenmontagsumzug 2017 wollen sie mit einem speziellen evangelischen Motivwagen ganz besonders Flagge zeigen.
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Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „Gott neu entdecken“
Die evangelische Kirche geht also ebenso vielfältig wie phantasievoll und vital in ihr 500. Jahr. Insgesamt haben bisher 367 Gemeinden, Dekanate oder Einrichtungen für ihre Projekte rund 1,4 Millionen Euro bei dem Reformationsbüro der hessen-nassauischen Kirche beantragt. Alle Veranstaltungen in Hessen und Nassau sollen ein halbes Jahrtausend nach dem Beginn der Reformation unter einer Überschrift stehen: „Gott neu entdecken“. Als Ausgangspunkt der Reformation gilt die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 kirchenkritischen Thesen am 31. Oktober 1517 in Wittenberg.

Hinter die Reformation einen markigen Doppelpunkt setzen
Bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms erklärte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung am Montag (17. Oktober) in Frankfurt, dass das Ereignis vor 500 Jahren daran erinnere, wie Martin Luther und andere Reformatoren und Reformatorinnen „das Evangelium neu zur Sprache gebracht haben“. Luther habe entdeckt, dass es im Glauben darum gehe, „sich der Gnade und Liebe Gottes anzuvertrauen und aus diesem Vertrauen heraus das Leben zu gestalten“. Dies habe der Reformator vor einem halben Jahrtausend durch intensives Studium der Bibel entdeckt. Deshalb stelle die hessen-nassauische Kirche auch alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr unter das Motto „Gott neu entdecken“. Aus der „Neuentdeckung des Evangeliums“ heraus habe Luther dann mit vielen anderen zusammen die Kirche neu gestaltet und wichtige Impulse für die Gesellschaft gegeben. Als Beispiel nannte Jung etwa die Forderung nach guter Bildung für alle. Es sei im bevorstehenden Jubiläumsjahr wichtig, „es nicht in einer Art protestantischer Heldenverehrung“ erstarren zu lassen. Es müsse vielmehr darum gehen, „Gott neu zu entdecken und hinter die Reformation einen Doppelpunkt zu setzen: Sie geht weiter!“.

Zwölf frische Thesen, um Gott neu zu entdecken
Jung präsentierte der Öffentlichkeit erstmals auch eine Impulsschrift mit zwölf neuen Thesen zur Zukunft des evangelischen Glaubens. Die 32 Seiten umfassende aufwändige gestaltete Broschüre mit dem Titel „Gott neu entdecken“ folgt den Buchstaben des Wortes R-e-f-o-r-m-a-t-i-o-n und erklärt zentrale evangelische Themen von R wie Reformation bis N wie Nächstenliebe. So wird im Kapitel Reformation der Glaube ganz im Sinne Luthers als Weg beschrieben. Das Heft endet mit einem Doppelpunkt und macht dazu Mut, Gott auch heute zu entdecken und Schritte in eine „erneuerte, freie Welt zu wagen“. Verständlich und tiefsinnig zugleich wendet sich die Schrift nicht nur an Gemeinden, sondern an alle Interessierten. Sie steht ab sofort zum Download zur Verfügung unter www.gott-neu-entdecken.de. Alle hessen-nassauischen Kirchengemeinden bekommen das Heft in einem „Starter-Paket zum Reformationsjahr“ im November auch per Post. Die Impulsschrift ist zudem im Buchhandel erhältlich.

Vom Festgottesdienst über die Bierprobe bis zum Lutherball
Selbstverständlich gehören zu einem großen Jubiläum auch besondere Gottesdienste. Weil Marburg als wichtiger geistiger Mittelpunkt der Reformation gilt, beginnt dort am 29. Oktober 2017 um 15 Uhr ein gemeinsamer Festgottesdienst der hessen-nassauischen Kirche und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Er soll vom Hessischen Rundfunk im Fernsehen übertragen werden und gilt als einer der Höhepunkte des Festjahres. Am Vorabend des Reformationsfestes am 30. Oktober 2017 ist zudem ein musikalischer Jubiläumsgottesdienst um 19 Uhr mit anschließendem Empfang und Spektakel rund um die Lutherkirche in Wiesbaden vorgesehen. Am eigentlichen Reformationstag, dem 31. Oktober 2017, sind dann alle im Kirchengebiet gefragt, den großen Tag vor Ort entsprechend zu feiern. Die Vorbereitungen in den 1.151 Gemeinden laufen auf Hochtouren. Die Ideen reichen beispielsweise vom Gottesdienst in Lutherdeutsch samt anschließender mittelalterlicher Bierprobe im rheinhessischen Dekanat Ingelheim über eine gedeckte Tafel für alle in Mainz bis zum standesgemäßen Lutherball im Dekanat Kronberg im Taunus.

Frankfurt feiert die Reformation auf dem Römer und über dem Main
Auch Hessens größte Stadt wird natürlich die Reformation begehen, auch wenn Martin Luther nicht unbedingt ein Freund von Frankfurt war. Er nannte die Bankenmetropole nach zwei Besuchen relativ uncharmant ein „Gold- und Silberloch“. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten am Main wird an Pfingsten 2017 der Römer stehen. Am 5. Juni wird dort nicht nur Open-Air gefeiert, sondern auch unter freiem Himmel gemeinsam gegessen. Eine Tafel zum gemeinsamen Mittagsmahl soll von der Paulskirche über den Eisernen Steg bis zur Dreikönigskirche ans andere Ufer des Mains in Sachsenhausen reichen. Ganz im Stile Luthers sollen sie mit Tischreden prominenter Frankfurter garniert werden. Abends geht es dann unter anderem mit einem speziellen Reformationsgottesdienst für Mädchen und Jungen in der Jugendkulturkirche St. Peter weiter..

Hessen-Nassaus LichtKirche samt Segens-Roboter in Wittenberg zu Gast
Doch auch außerhalb des eigenen Gebiets ist Hessen-Nassau aktiv. Die Kirche schenkt dem Reformationssommer in Wittenberg im wahrsten Sinn des Wortes ein ganz besonderes Highlight: Ab 20. Mai 2017 ist die LichtKirche der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bis zum Herbst einen ganzen Sommer lang bei der „Weltausstellung der Reformation“ zu sehen. Begleitet wird das transportable Gotteshaus von einem eigens entworfenen Segens-Roboter. Als modernes Pendant inmitten der Wittenberger Originalschauplätze von 1517 sorgt der Auftritt für „Moments of Blessing“ (Momente des Segens) und lässt „Segen erleben“. Die mehrfach preisgekrönte Kirche aus Plexiglas und Holz eröffnet zwischen traditionsreicher Schlosskirche und Neuem Rathaus einen spirituellen Erlebnisraum. Sie steht für Taufen und Trauungen offen. Täglich werden dort unter freiem Himmel Andachten gefeiert. Die Besucherinnen und Besucher werden an 120 Veranstaltungstagen zudem von Gästebegleitern empfangen. Die transportable Licht-Kirche war zuletzt beim Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt am Main 2015 zu bestaunen und wird derzeit für den Einsatz in Wittenberg generalüberholt. www.lichtkirche.de

Europäische Reformationstournee stoppt auch in Worms und Herborn
Nur wenige historische Ereignisse haben europaweit so viel verändert wie die Reformation. Die Geschehnisse, die von Wittenberg aber auch von Zürich, Genf und vielen weiteren Orten ausgingen, haben den Kontinent geprägt. Ab November 2016 knüpft ein europaweiter „Stationenweg“ ein Band über Grenzen hinweg und quer durch die Reformationsgeschichte. Ein spezieller himmelblau lackierter Lastwagen, der „Reformations-Truck“, tourt dann mit Bühne und vielen Gästen durch 60 Städte in 18 Ländern. Zweimal kommt er dabei auch in Hessen-Nassau vorbei. Am 10. Dezember 2016 gastiert der Truck in Worms und am 9. Mai 2017 in Herborn. Die Wormser haben bereits ein anspruchsvolles Programm und einen „Kleinen Kirchentag“ geplant. So werden in der Lutherstadt am Rhein unter anderem der ZDF-Chefredakteur Peter Frey und der Medienethiker Christian Schicha über „Flugschrift, WhatsApp und Instagram“ diskutieren. https://r2017.org/europaeischer-stationenweg/

Lutherweg von Rheinland-Pfalz bis Thüringen wird auf Trab gebracht
Jede und jeder kann aber auch selbst den Spuren der Reformation folgen, etwa auf dem gerade neu entstehenden „Lutherweg1521“. Gemeinsam mit den Bundesländern, dem Verein „Lutherweg in Hessen e.V.“ und der benachbarten Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck bringt die hessen-nassauische Kirche den fast 400 Kilometer langen Wanderpfad auf Trab. Die Strecke folgt von Worms am Rhein bis zur Wartburg in Thüringen der Strecke, die Luther auf seiner Flucht vom Reichstag 1521 nahm, als er sich zu seinen neuen Lehrsätzen vor dem Kaiser bekannte. Der Lutherweg gilt als eines der Renommierprojekte zum bevorstehenden 500. Jahrestag der Reformation in Hessen und Rheinland-Pfalz. Er soll im Frühsommer kommenden Jahres durchgehend begehbar sein. Die offizielle Eröffnung ist für den 14. Mai 2017 vorgesehen. www.lutherweg-in-hessen.de

Vom farbgewaltigen Luther-Comic bis zum lockeren Kabarett-Buch
Es gibt aber auch für ausgesprochene Couch-Potatoes im Reformationsjahr einiges zu entdecken. Zum Beispiel einen neuen farbgewaltigen Luther-Comic. Mit Unterstützung der hessen-nassauischen Kirche gibt es das Leben des Reformators auf 160 Seiten im Bilder-Format. Die wuchtigen Zeichnungen der italienischen Künstler Andrea Grosso Ciponte und Dacia Palmerino im speziellen Stil der „Graphic-Novel“-Literatur lassen dabei die Kraft der Reformation auf ungeahnte Weise neu lebendig werden. Für alle Fans von Graphic-Novels – und die es noch werden wollen. Wer mehr aufs Lachen setzt, fährt ebenfalls mit einem neuen Buch zum Reformationsjubiläum gut. „Wo Glaube ist, da ist auch Lachen“, ist der Titel einer besonderen Neuerscheinung mit Unterstützung der hessen-nassauischen Kirche. Kirchen-Kabarettisten wie Hans-Joachim Greifenstein oder Lutz von Rosenberg Lipinsky zeigen die protestantische Botschaft von der heiteren Seite: Nicht nur das Evangelium befreit; auch das Lachen tut es.

Reformations-Veranstaltungen und Gottesdienste im Hochtaunus

Dekanat Bad Homburg Evangelisches Dekanat Hochtaunus, Dekanat Bad Homburg