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Aktuelle Statistik: Evangelische Kirchengemeinden werden immer ökologischer

Über die Hälfte der 1.151 Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist auf dem Weg, die Arbeit vor Ort bewusster ökologisch auszurichten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, deren Erg ... Mehr dazu ...

Kulturmeilenfest in der Bad Homburger Dorotheenstraße

Am Samstag, den 19. August, findet in Bad Homburg zum zweiten Mal das Kulturmeilenfest statt. Das erste kam 2013 unter maßgeblicher Initiative der Stadtkirchenpfarrer Werner Meuer und Astrid Bender zustande. Wieder w ... Mehr dazu ...

Dekanats-Bläsertag: "Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem König" (Psalm 98,6)

Die Posaunenchöre sind seit über 150 Jahren ein wesentlicher Teil der Kirchenmusik und aus dieser als wertvoller Teil des Gemeindelebens nicht wegzudenken. Sie wirken mit bei Gottesdiensten, Festen und Feiern der ... Mehr dazu ...

Neuer EKHN-Jahresbericht erschienen

Was leistet die Evangelische Kirche für die Gesellschaft? Was kann jeder und jede einzelne von ihr erwarten? Wie kann man sich dort selbst engagieren? Was geschieht mit den Kirchensteuern? Solche und viele weiter Fragen ... Mehr dazu ...

"Politisches Speed Dating"

Am 24. September 2017 finden die Wahlen zum Deutschen Bundestag statt. Die Evangelische Heilig-Geist-Kirchengemeinde lädt im Vorfeld dazu am Donnerstag, 24. August 2017, um 20 Uhr zum Politischen Speed-Dating zur Bu ... Mehr dazu ...

"Laienkanzel"

„Das Priestertum aller Gläubigen“ war ein entscheidender Impuls der Reformation für die Kirche. Priester sind alle, die an Jesus Christus glauben. Pfarrer (und heute auch Pfarrerinnen) sind beauftragt zu predigen und die ... Mehr dazu ...

Festliche Luther-Weinprobe zum 500-jährigen Reformationsjubiläum

Dass Martin Luther einem „guten Trunk“ nicht abgeneigt war, ist allgemein bekannt. Nicht nur von seiner Reise von Wittenberg zum Reichstag nach Worms im Jahre 1521 wird überliefert, dass Luther gutes Essen und Trinke ... Mehr dazu ...
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Martin Luther setzt sich zu den Kindern. Viele Fragen haben sie an ihn. Und viele Fragen kann er beantworten. Aber als die Kinder den Reformator fragen, was sie heute tun sollen, muss Martin Luther passen: „Die Welt heute verstehe ich nicht. Sie ist mir zu fern. Das müsst ihr selber herausfinden.“ Und das machen die Kinder dann auch. Fast 95 Thesen haben die Hortkinder formuliert und die hingen tatsächlich am Sonntag des Kita-Gottesdienstes an unserer Kirchentür. Platz hatten die Kinder auch dafür gelassen, dass auch die Großen ihre eigenen Thesen hinzufügen konnten. „Das müsst ihr selber herausfinden.“ Ich denke, damit ist das reformatorische Anliegen gut auf den Punkt gebracht. Das Reformationsjubiläum darf kein musealer Blick in eine 500jährige Geschichte sein. Nur in Luther-Nostalgie, Luther-Musicals und Luther-Reliquien – so nannte augenzwinkernd mein katholischer Kollege Pfarrer Meuer die vielen Luther-Artefakte, die in diesen Wochen in vielen Ausstellungen zur Reformation zu sehen sind – darf sich ein Reformationsjubiläum nicht erschöpfen. Noch weniger darf es konfessionalistisch einen Protestantismus oder gar ein Luthertum restaurieren. 2017 feiert die evangelische Kirche nicht sich selber! Nein, es gilt – wie die Kinder im Kita-Gottesdienst herausgefunden haben – die reformatorische Haltung einzunehmen.

Es gilt, das ecclesia semper reformanda der Reformationszeit heute und hier zu leben und umzusetzen. Was kann ich, können wir als Gemeinde in der Kirche, in der Gesellschaft, in unserem Leben verändern, um so die Botschaft Jesu Christi heute zur Sprache zu bringen? Wer das macht, der kann dann auch erleben, dass er zu Einsichten gelangt, die Martin Luther sehr nahe sind. Mühelos werden dann 500 Jahre übersprungen. Mir ging es so, als ich die These der Kinder las: „Die Erwachsenen sollen mehr lächeln.“ Wie wahr! Da habe ich mich ertappt gefühlt. Auch der im Pfarrhaus aufgewachsene Friedrich Nietzsche legte bereits zielsicher den Finger auf diesen wunden Punkt: „Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte.“ Es genügt nicht, von unserem Glauben zu sprechen. Wir müssen ihn ausstrahlen, so sehr, dass man uns nach unserem Glauben fragt. Und das hat Martin Luther, 500 Jahre vor unseren Hort- Kindern, genauso gesehen: „Ein Christ soll und muss ein fröhlicher Mensch sein. Wenn er es nicht ist, ist er vom Teufel versucht.“ Viel Gelegenheit zu lächeln und zu lachen und fröhlich zu sein bot das Kita-Fest, das sich an den Gottesdienst anschloss. Einige Gottesdienstbesucher waren der Einladung gefolgt und konnten in unserer Kita in der Rathausstraße das bunte Treiben von Kindern, Erziehern und Erwachsenen erleben. So engagiert waren die Erzieherinnen mit ihren Angeboten zugange, dass sie erst Gelegenheit hatten, zum Mittagsbüffet zu treten, als dieses nur noch leere Schüssel bot. Aber darüber lächelten sie.

Dekanat Bad Homburg Evangelisches Dekanat Hochtaunus, Dekanat Bad Homburg