Auszeit?
Auszeit beenden

Eröffnung „Lutherweg 1521“: Ein grünes „L“ weist den Weg zum Reformator

Nach mehr als fünf Jahren Planung ist am Sonntag (14. Mai) der „Lutherweg 1521“ in Romrod bei Alsfeld (Vogelsbergkreis) offiziell eröffnet worden. Ein grünes geschwungenes „L“ weist Wanderern und Pilgern ab sofort ... Mehr dazu ...

A Prayin' Spirit

9. bis 11. Juni, Bad Homburg. Gospelworkshop mit James Davis jr., Kirchenmusikdirektor der Abyssinian Baptist Church, Harlem, New York ... Mehr dazu ...

„Hindernisse überwinden“ - 4. Mountainbike-Gottesdienst auf dem Glaskopf

11. Juni, Glaskopf. „Hindernisse überwinden“ – heißt das Thema des MTB- Gottesdienstes am 11. Juni um 11.30 Uhr auf dem Waldandachtsplatz am Glaskopf bei Glashütten in diesem Jahr. Wer kennt das nicht, eine große Pfütze ... Mehr dazu ...

Johann Sebastian Bachs „Lutherische Messen“ zum Reformationsjubiläum

25. Mai, Bad Homburg. In den Musikgottesdiensten des Reformationsgedenkjahres 2017 führt der Bachchor der Erlöserkirche die vier sogenannten „Lutherischen Messen“ Johann Sebastian Bachs als Zyklus auf. Die zweite Mess ... Mehr dazu ...
Weiter lesen ...close  [close]
Als liturgische Farbe steht sie für eine Zeit der Wende: In das Lila der Leidenszeit mischt sich auf dem Höhepunkt der Leidenszeit an Gaudete (3. Advent) und Laetare (Passionszeit) die Christusfarbe Weiß. „Wäre es nicht großartig, wenn Rosa nicht mehr für kitschigen Mädchenkram stünde, sondern zu einem Symbol für eine starke Frauenbewegung wird?“

Irene Alt machte auf die politischen und gesellschaftlichen Strömungen aufmerksam, die zurzeit auch in vielen Ländern Europas die Errungenschaften der Frauenbewegung ausbremsen: zurückgenommene Frauenförderungen, Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen, fehlende Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie, Frauengesundheit, ungleiche Mitbestimmungsmöglichkeiten – es gebe noch viele Themen, an denen es eine laute und starke Stimme brauche. Frauen stärken, Netzwerke schaffen und frauenspezifische Werte in Kirche und Gesellschaft tragen: das seien nach wie vor zentrale Aufgaben des Frauenverbands, so die rheinland-pfälzische Familienministerin a. D. in ihrem Grußwort, in dem sie auch auf die 500-jährige Tradition der Frauenbewegung in der Kirche Bezug nahm. Irene Alt ist seit März 2017 berufenes Mitglied der JHV und sprach auch für die beiden weiteren Berufenen, Silvia Scheu-Menzer, Bürgermeisterin in Hünfelden (Propstei Nord-Nassau) und Sylvia Bräuning, Präses der Dekanatssynode in Alsfeld. Die Vorsitzende der Landesfrauenkonferenz der Ev. Kirche in Kurhessen-Waldeck, Monika Ilona Pfeiffer, würdigte in ihrem Grußwort den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den beiden hessischen Frauenarbeiten. Für die Diakonie Hessen war Elsbeth Wettlaufer eigens von Kassel angereist.

Die Delegierten des Landesverbands diskutierten zusammen mit dem Vorstand, den Vorsitzenden der Dekanatsfrauenausschüsse und synodal beauftragten Mitarbeiterinnen für Frauenarbeit sowie den Vorsitzenden der Mitgliedsverbände darüber, was diese gesellschaftspolitischen Entwicklungen bedeuten und worin die Aufgabe des Verbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e. V. liegt. Dabei wurde positiv hervorgehoben, dass dort auch Frauen einen Ort finden, die nicht kirchlich gebunden sind. Als Dachverband wird weiterhin die Unterstützung der Mitglieder und Verbände in deren regionaler Arbeit erwartet. Bemängelt wurde, dass die großen Themen der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau e.V. (EKHN) oft nicht an der Basis ankommen. Hier habe der Verband mit Blick auf die Frauenarbeit bisher gute Arbeit geleistet, zum Beispiel beim Thema Organspende: Mit der Kampagne zum alternativen Organspendeausweis wurden die damit verbundenen Fragen sowohl den Frauen in den Gemeinden vermittelt als auch in die Klinikseelsorgekonvente der EKHN und in die Gespräche mit dem Kirchenpräsidenten eingebracht. „Wir begrüßen sehr die jüngste Stellungnahme der Kirchenleitung, die sich sehr differenziert mit dem Thema Organspende auseinandersetzt“, so Angelika Thonipara, geschäftsführende Pfarrerin im Landesverband. „Sie zeigt, dass Organspende nicht Werbung, sondern Information braucht – und einen breiten gesellschaftlichen Diskurs.“

Zuvor hatte die Versammlung nach ausführlicher Diskussion einer Übertragung der Trägerschaft der drei Ev. Familien-Bildungsstätten des Verbands in Wiesbaden, Gießen und Wetterau an die jeweiligen Dekanate zugestimmt. „Damit ist der Weg nun frei, die Familienbildungsarbeit, die ursprünglich aus der Frauenarbeit heraus entstanden ist, künftig gebündelt unter dem Dach der Kirche fortzuführen“, so Luise Böttcher, Vorsitzende des Frauenverbands. Darüber hinaus berichtete sie den Delegierten von der erfolgreichen Frauen- und Verbandsarbeit im vergangenen Jahr: „Die Arbeit zum Weltgebetstag, der von Frauen gestaltete Gottesdienst zum 2. Advent, die Veranstaltungen und Materialien rund um die drei großen Jubiläen – 10 Jahre Katharina-Zell-Stiftung, 110 Jahre verbandliche Frauenarbeit und 500 Jahre Reformation – dies alles sind sehr erfolgreiche Formate, die wichtige inhaltliche Impulse setzen, Frauen miteinander vernetzen und eine ganz besondere Spiritualität in Gottesdienste und Gemeinden tragen.“

Dekanat Bad Homburg Evangelisches Dekanat Hochtaunus, Dekanat Bad Homburg